Freitag, 7. Dezember 2012

Wie man aus nem O ein W macht


Passend zur vorweihnachtlichen Stimmung befinden sich Paul und ich zur Zeit in Puerto Natale(s). Nahmen wir waehrend der Planung unseres Trips noch an, aufgrund des vorherrschenden Sommers in SA Schwierigkeiten mit dem "In Stimmung kommen" zu haben, mussten wir mittlerweile festgestellen, dass es dazu eigendlich nur noch eine Tasse Gluehwein brauchen wuerden. Waehrend ich dies Zeilen schreiben, nagt naemlich ein eisiger Wind an den Gemauern unserer Pension Paulette.

Paul, Tobi unser Schweizer Wanderkollege und das Hostel Paulette 

Deshalb sind wir recht froh, dass wir unsere Trekkingtour im Torres del Paine Nationalpark gestern beendet haben. Als wir am Montag aufgebrochen sind, standen noch ueberall Pfuetzen in den Strassen. Der Wetterbericht sagte fuer die naechsten Tage jedoch relativ gutes Wetter vorraus und die Rucksaecke waren mit Proviant fuer eine knappe Woche befuellt. Unser Plan, das Torres del Paine Massiv in 5 - 6 Tagen zu umrunden war recht ambitioniert, jedoch nicht keineswegs verrueckt. Wie sich bald herrausstellen sollte, hatten wir Trekking-Greenhorns jedoch vergessen zu beruecksichtigen, dass der Transfer zum Park knapp einen Tag in Anspruch nehmen wuerde. So wurde aus der Umrundung (O) des Parks eine Teilbesichtigung (W). Wer sich die folgende Abbildung genauer ansieht, wird verstehen was ich meine.

Wanderkarte des Nationalparks
Nach 4 Tage, in denen wir vom Camping Pehoe (Sueden) bis zum Ende der Taeler Valle del Frances und Valle Asencio (Osten), wieder zueruck zum Camping Pehoe und zuletzt zum Campamento Los Guardias (Westen) gelaufen waren, hatten wir 99km in den Beinen. Dabei durchquerten wir abewechslungsreiche und beeindruckende Seenlandschaften und Hochtaeler und wurden Zeugen einiger imposanter Gletscherabbrueche. Der letzte Wandertag entlang des Lago Grey und die dort vorherrschenden extremen Winde von Nord nach Sued machten uns den Entschluss, einen Tag frueher abzureisen und somit die letzte Etappe Richtung Sueden entlang des Lago Grey zu streichen, nicht allzu schwer.


Blick auf das noch mit Nebel behangene Paine Massiv

Tobi und Spuren des letztjaehrigen Waldbrands
Blick vom Valle del Frances Richtung Lago Nordenskjold
Glaciar Frances
vorm Cerro Cuerno Norte

Cerro Paine Grande




Torre D*Agostini, Torre Central, Torre Monzino
Cuernos del Paine
Gletschereis am Lago Grey
Paul vorm Glaciar Grey


Lago Grey



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