Sonntag, 23. Dezember 2012

Regenhosenpremiere oder Fischers Fritz isst frische Fische

Nachtrag: Vor knapp 12 Tagen waren wir mit unserem Chevrolet entlang der Ruta de los siete Lagos unterwegs.
Wie man dem Namen entnehmen kann führte die Teer- und Schotterstrasse geradewegs durch die Seenlandschaft zwischen Bariloche und San Martin. Das Ziel dieses Trips war ganz klar. Im Gegensatz zu den letzten Trekkingausflügen sollte diesmal frischer Fisch anstatt der üblichen Pasta auf unseren Tellern landen.
Silberpfeil on the road



Die 4 Tage waren von sehr wechselhaftem Wetter geprägt, wobei die Nächte mit nie weniger als 5 Grad recht angenehm waren.

die erste Mahlzeit


schoene unregulierte Flusslanschaft



Außerdem kam es zu einer Premiere. In Chalten hatte ich mir auf Anraten einiger Reisebekanntschaften, die das Wetter in Südpatagonien mit einem wirren Funkeln in den Augen als nahezu apokalyptisch beschrieben, wasserfeste Hosen gekauft. Sollte ich dem Weltuntergang begegnen, dann zumindest ausreichend bekleidet. Da jedoch nichts dergleichen passierte, lagen die Dinger bis vor Kurzem unbenützt im Rucksack. Umso glücklicher war ich, dass ich die Hosen dann doch noch "sachgemäß" verwenden durfte, als Paul einmal bei Regen anhielt und meinte, an einem See fischen zu müssen.

die Konkurrenz

Plastikhosenzeit

Am vorletzten Tag, als meine Motivation was das Fischen anbelangte bereits gegen Null tendierte, schlug das Anfängerglück gleich 2mal zu. Ein etwa 50cm langer Namaycush haute leider nach 5minütigem Gezerre ab, da der Hacken nachgab, während der zweite, ein schöner Seelachs, schlussendlich auf dem Grill landete.

und weck war er




Bis zuletzt haben wir wohl an mehr als 7 Seen die Angel ausgeworfen bzw.  sind zumindest daran entlang gefahren. Glücklicherweise versteht  Paul etwas vom Fischen. Sonst hätte es wohl wieder 3x Nudeln gegeben. Die Route ist insgesamt sowohl für enthusiastische Fischer als auch Normalos sehr empfehlenswert, da man von alten Wäldern bis zu weiten Steppen alles sehen kann. Außerdem besticht die Gegend mit kilometerlangen, weitläufigen und unregulierten Flüssen und Bächen, die einen (ganz besonders Fischer Paul) andauernd ins Staunen versetzten.

Zeit abzuhauen, es schneit - das Wetter war sehr wechselhaft

20km weiter und von Schnee und Regen keine Spur mehr


Blick nach vorne -trocken und warm

Blick zurueck - windig und feucht

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