In den letzten Tagen vor Silvester habe wir von San Pedro aus startend, eine Tour quer durch die Atacamawüste bis in die bolivianische Stadt Uyuni unternommen. Zuvor besichtigten wir die Laguna Cejar mit ihrem hoechst salzhaltigen Wasser.
| gesalzen |
Da zur Zeit ein nahe San Pedro gelegener Pass von Bolivianern blockiert wird, weil sie ihren Anteil am Geld der Touristen haben wollen, mussten wir einen langen Umweg in Kauf nehmen und daher gegen 4 Uhr das Zelt packen.
Gegen 10 hatten wir schlussendlich die bolivianische Grenze erreicht, wo wir bereits von einem Jeep erwartet wurden. Als wir unser Zeug aufs Dach hiefen wollten, wurde uns das erste Mal bewusst, dass wir uns im Altiplano auf 3700m befanden.
Im Laufe des Tages besichtigten wir einige intensiv leuchtende Lagunen und mussten bald feststellen, dass es besser ist, sich so wenig wie möglich zu bewegen.
Am Abend bezogen wir von der Sauerstoffknappheit gezeichnet und mit leichtem Kopfweh unser auf 4400m liegende Nachtquartier. Eine Mitreisende aus Hongkong hatte sich bis dahin bereits ihres Mageninhaltes entledigen und hinter meiner abendlichen Zigarette standen große Fragezeichen. Jede überflüssigen Bewegung wurde mit Atemknappheit bestraft und daher gings bald ins Bett.
An eine erholsame Nacht war aufgrund der Höhe nicht zu denken und so war ich recht froh, als der Wecker dem unruhigen Herumwälzen gegen 5 ein Ende setzte. Nach dem Frühstück inklusive Aspirin gings weiter quer durchs Hochland, vorbei an rauchenden Geysiren, abgelegenen Siedlungen und bizarren Gesteinsformationen. Die Nacht verbrachten wir in einem aus Salz gebauten Haus mit Sicht auf das Salar de Uyuni. Dieses durchquerten wir am folgenden Tag. Silvester feierten wir zusammen mit anderen Reisenden im recht "beschaulichen" Uyuni.
| Fussball auf 3700m |
| Paul, Anna, Andrea und ich |
| Gewicht |
Der, wenn auch kleine Teil von Bolivien, den wir bisher gesehen haben unterscheidet sich sehr vom Rest unserer Reiseziele. Das Leben ist hier wesentlich einfacher und langsamer. Die Menschen haben indigenere Gesichtszüge. Leider gehört die verbale Kommunikation nicht zu ihren Stärken.
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