Sonntag, 25. November 2012

Petzl RocTrip

Wie im letzten Post erwaehnt, verbrachten Paul und ich die vergangene Woche auf dem Petzl RocTrip in Piedro Parada. In aller Frueh (06:00) gings am vergangenen Montag zum Busbahnhof von Esquel um mit dem 7er Bus in Richtung RocTrip aufzubrechen. Dort warteten wir dann zusammen mit vielen anderen Leuten bis endlich gegen 10 ein Bus auftauchte.
Dass sich das Warten gelohnt hatte, war uns sofort klar, als wir nach weiteren 2 Stunden Fahrt durch weite und grossteils unbewohnte Steppenlandschaften, das Camp erreicht hatten. Dieses lag am Eingang einer impostanten Schlucht und in Sichtweite eines alleinstehenden Felsungetuems. Auf der anderen Seite war es von einem Bach begrenzt. Wir suchten uns ein schattiges Plaetzchen unter einem Baum und stellten dort unser Zelt auf. Danach gings in den imposanten Canyon zum Klettern.
Da wir, im Gegensatz zu den anderen Anwesenden leider keine Helme mit dabei hatten, wurde uns ungewollt eine Menge Aufmerksamkeit zu Teil. Viele "erbarmten" sich sich unser und liehen uns immer wieder einen. Als am naechsten Tag gleich neben uns noch einer ohne Helm kletterte, waren wir schon fast erleichtert. Als dieser, auf die Frage eines Behelmten nach seinem fehlenden Helm sowas wie "It is in Italy" antwortete, wurde ich hellhoerig und stellte bald darauf fest, dass es sich um einen Sextner (Suedtirol) handelte. Suedtiroler scheinen also entweder besonders mutig und mit einem harten Schaedel ausgestattet, oder einfach nur dumm zu sein.
Von Tag zu Tag fuellte sich der Campingplatz mit Zelten und unsere anfaengliche Angst, dass wir nach 3 Tagen ohne fester Nahrung dastehen wuerden, erwies sich als unbegruendet, da der spaerlich befuellte "Supermarkt" immer mehr Artikel zum Verkauf anbot. So goennte wir uns nach drei Tagen Nudel mit Sugo auch das ein oder andere Stueck Fleisch.
War am Montag noch Badewetter angesagt, so verschlechterte sich das Wetter zunehmenden. Bereits am Mittwoch Abend gehoerten die langen Unterhosen zu unserer Abendrobe. Die Kaelte und der stuermische Wind liessen die Koerperpflege immer zur schoensten Taetigkeit des Tages werden. Hatte man sich einmal ueberwunden, in den Fluss zu springen, musste man sich ein zweites Mal ueberwinden, diesen zu verlassen. Der Wind sorgte naemlich dafuer, dass der abgewaschene Dreck sofort durch neuen ersetzt wurde.
Da gegen Ende der Woche mittlerweile so viele Leute im Camp waren, dass man fuer eine bestimmte Route ein Stuendchen anstehen musste und das kalte und windige Wetter andere Taetigkeiten ausser Klettern nicht zulies, entschlossen wir uns schweren Herzens abzuhauen.
Aehnlich wie die Hinfahrt gestaltete sich dieses Unterfangen als kleines Abenteuer, da niemand wusste, ob und wenn ein Bus fahren wuerde.
Nun warten wir auf die Abfahrt Richtung El Chalten. Los gehts um 1030. Geschaetzte Fahrzeit: 20 Stunden. Ein Genuss...

Samstag, 24. November 2012

Das erste Foto

Unsere Mitbewohner inklusive der Hausherrin in Buenos Aires- Sie hielt, was ihr Blick versprach

Sonntag, 18. November 2012

Leider verhindert das Hochleistungs-Pampa-Internet in unserem Hostel das mittlerweile ueberfaellige Hochladen von Fotos. Eure Geduld wird - das kann ich jetzt schon versprechen - mit einigen tollen Schnappschuessen belohnt werden.
In der Zwischenzeit muessen Worte reichen. Letzte Station unserer Reise war das kleine, beschauliche und aufgrund seiner weit auseinanderliegenden Hauser fast zu uebersehende, kleine Ort Epuyen am Lago Epuyen. Nachdem wir unser Zelt auf dem komplett leerstehenden Campingplatz aufgestellt hatten, gings sofort weiter zum glasklaren See um etwas Essbares zu besorgen. Nach dem eher ernuechternden Angeltag am Lago Buelo musste ein schneller Erfolg her, damit sich die Anschaffung der nicht gerade billigen Fischerlizenz auszahlte. Leider sollten wir am Abend wieder mit haengenden Gesichtern und knurrendem Magen nach Hause gehen. Erst am daraufolgenden Tag biss endlich ein Barsch an.
Mittlerweile sind wir in Esquel und muessen uns wieder daran gewoehnen, Menschen um uns zu haben. Ausserdem fiebern wir dem morgen beginnenden RocTrip in Piedro Parada entgegen. Jene die wissen worum es sich handelt, werden unsere Vorfreude verstehen und sich wuenschen, selbst dabei zu sein. Alle anderen koennen sich hier: http://www.petzl.com/de/outdoor/roctrip-argentinien schlau machen.
Die naechsten Zeilen aus Patagonien gibts in einer Woche.

Donnerstag, 15. November 2012

Detail am Rande

Heut hätte Paul seine Liebe zu Hunden fast wiedergefunden! Auf einem Teil des Weges zum cerro Piti-irgendwie wurden wir nämlich von der Hündin Uma begleitet, die Paul sofort ins Herz schloss! Leider währte die Liebe nicht allzulang, da wir kurz vor der Stadt von einem Rudel Hunde "überfallen" wurde, woraufhin Paul der Spezies Hund erneut ewigen Hass schwor!
Fotos von Uma und Paul demnächst online!

Hochladen klappt doch nit.
Werds am Sonntag nochmals versuchen.
Hasta luego!

Previously en Argentina

Buenas...
Nach zwei Wochen in Argentinien also mein erster Blogeintrag. Bis jetzt hatten Paul und ich einfach keine Zeit gefunden um ein paar Zeilen zu verfassen. Buenos Aires war einfach zu aufregend. In Puerto Madryn gabs kein Internet und am Campingplatz in Puerto Piramides nicht mal Strom. Mittlerweile sind wir in El Bolson angekommen. Das nette Staedchen in den Anden werden mir morgen jedoch wieder verlassen um am Lago Epuyen unsere ersten Fische an Land zu ziehen.
Aber erst mal der Reihe nach.
Die ersten drei Naechte verbrachten wir bei unserer leicht verrueckten Hostmum in Palermo Chico, einem Edelviertel von Bueons Aires. Wir staunten nicht schlecht, als wir nach einer langen Fahrt durch Buenos Aires triste Vorstaedte vor einem Haus mit Portier standen, der uns die Tuer oeffnete. Noch mehr staunten wir, als die liebe Caro (Host-Mum) uns mitteilte, dass wir das mittelgross geratene Wohnzimmer mit weiteren zwei Couch-Surfern teilen wuerden. In den folgenden Tagen verschlug es uns in die verschiedensten Viertel von Palermo ueber Monserat bis La Boca. Am aufregendsten war die Radtour mit meinem Erasmuskollegen Sebastian, der uns Kreuz und quer durch die Stadt fuehrte und beim Durchqueren auch nicht vor 8-spurigen (!!!) Strassen halt machte. Nochmal Danke Sebastian El loco.
Nach drei intensiven Tage des Stadt erlebens gings mit dem Bus dann weiter nach Puerto Madryn. 20 Stunden Busreise quer durch die Pampa. Dort angekommen gings weiter nach Puerto Piramides, wo man breits von weitem die Fontaenen der Glattwale sehen konnte.
Mitterweile sind wir in El Bolson angekommen. Nach dem wir gestern erfolglos versucht haben, dem See ein paar Fische abzuluchsen, sind wir heute den Cerro Piltriquitrón bezwungen. Dafuer wurden wir vom Wettergott mit leichtem Schneefall belohnt.
Morgen gehts weiter zum Lago Epuyen. Ab Montag werden wir dann irgendwo im Nirgendwo am Fels haengen und hoffentlich den ein oder anderen Fisch grillen.
Hoffentlich klappts nun mit dem Foto hochladen.